Gerd Haiber ist bekannt als Meister der Sprünge unter den Vielseitigkeitssportlern und baut immer wieder anspruchsvolle Strecken im Gelände. In diesem Jahr wird er den Hauptplatz des CHI Donaueschingen mit der fünften Disziplin zieren und einen Geländeparcours, herausfordernd für die Erfahrenen und machbar für den Nachwuchs, entwerfen. Der in Baden-Württemberg geborene Vielseitigkeitsreiter Felix Vogg wird einer der Teilnehmer im Rahmen des 61. Int. S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier vom 14.-17. September 2017 sein, der sich den Parcours mit Geländehindernissen von Gerd Haiber stellt.

 


  Parcoursdesigner Gerd Haiber       (Foto: privat)

Parcours baut der gebürtige Burladinger und ehemalige Baden-Württembergischer Meister (1986) in der Vielseitigkeit seit seinem 20. Lebensjahr. Begonnen hat die Karriere bei seinem damaligen Reitverein in Hechingen, der ein Vielseitigkeitsturnier ausrichtete. Seit 1997 trägt Haiber den Titel "Internationaler Parcoursbauer" und seit 18 Jahren gestaltet er die Vielseitigkeits-Hindernisse auf Drei- und Viersterne-Niveau, also in der höchsten Klasse. Geschätzt werden sein Wissen und seine Erfahrungen auch im Ausschuss des Vielseitigkeits-Parcoursbau bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Dort hat Haiber ein Auge auf die Ausbildung und Qualifikation. Sein Sachverstand als technischer Delegierter des Reitsport-Weltverbands FEI ist auch in den USA oder in Irland gefragt. 

 

In den mittlerweile 38 Jahren, die er als Geländeparcourschef international unterwegs ist, geht es längst nicht mehr nur um Höhe und Weite der Hindernisse, vielmehr werden die Aufgaben an Reiter und Pferd technischer gestellt. Und da beginnt seine Arbeit, wobei der Sicherheitsaspekt stets an oberster Stelle steht. Diesen mit den jeweiligen Aufgaben zu kombinieren ist der besondere Reiz. Für Haiber ist und bleibt der Parcoursbau allerdings ein Hobby, denn seinen Lebensunterhalt verdient der 58-Jährige aus Bisingen-Wessingen bei Hechingen als Unternehmer. Mit dem Sitz in Burladingen betreibt der Wirtschafts- und Textilingenieur erfolgreich eine Gardinen-Fabrik.

 

Der 27-jährige Felix Vogg hat wie Gerd Haiber sein Hobby nebenbei zum Beruf gemacht und ist international als Profireiter für die Schweiz unterwegs. Der gebürtige Waiblinger lebt mit seiner Familie auf dem Gut Weiherhof in Radolfzell. Dort betreibt er zusammen mit seinen Eltern eine Immobilien Firma und managend nebenher den Pferdebetrieb. Christian, sein älterer Bruder, hat etwas Abstand zum Pferdesport genommen und Ben, sein jüngerer Bruder, ist neben dem Studium ebenfalls im Vielseitigkeitssport aktiv. Zusammen erfüllten sich die beiden im vergangenen Jahr ihren größten Traum: sie vertraten gemeinsam die Schweizer Farben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) – genau wie ihr Großvater Roland Perret 1956 in Stockholm.

 

 

Auf den Erfolg trainierte Vogg über Jahre hin:


Vielseitigkeitsreiter Felix Vogg (Foto: Rainer Jakob)

Nach Abschluss der Realschule Schule entschloss sich Vogg eine Ausbildung zum Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Reiten am Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei in Warendorf zu absolvieren. Nach einem Jahr bei der FN wechselte er in den Betrieb von Michael Jung, bei dem er 2013 die Ausbildung erfolgreich abschloss. In dieser Zeit ritt Vogg 2012 zum Schweizermeister-Titel und feierte seinen ersten Erfolg im Seniorenlager: er gewann als erster Schweizer und als jüngster Reiter überhaupt die Weltcup-Gesamtwertung. Im Jahr 2013 folgte ein Start bei den Europameisterschaften in Malmö und 2014 bei den Weltreiterspielen im französischen Caen. 2014 wechselte er dann in den Stall von Dirk Schrade, bei dem er seine Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister ablegte. Seit dem letzten Jahr ist Vogg auf den elterlichen Pferdebetrieb zurückgekehrt.

 

Seine aktuelle Top-Form präsentierte er jüngst im Rahmen des Turniers in der Wiener Neustadt (Österreich) sowie in Saumur (Frankreich). Bei beiden Turnieren siegte er mit Onfire, einem 15-jährigem braunen Franzosen von Hand in Glove x Le Bavard, den sein Großvater züchtete. Im Berufsreiterchampionat in Marbach Anfang Mai wurde er dritter. In der Hauptprüfung war er einer der wenigen, die fehlerfrei und in der Zeit ins Ziel kamen. Dort war Gerd Haiber Geländeparcourschef auf den Vogg auch in Donaueschingen treffen wird. In Donaueschingen hat der für die Schweiz startende Vielseitigkeitsprofi bereits einige Male das große Stadion aus der Zuschauerperspektive gesehen und wird 2017 das erste Mal selber Teilnehmer sein. Bleibt abzuwarten, was Gerd Haiber sich für einen Parcours für das 61. CHI Donaueschingen vom  14.-17. September 2017 ausgedacht hat.

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