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Am Sonntagnachmittag haben die Sportler beim Großen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnispreis die Chance, beim Bundestrainer zu punkten und sich mit einem fehlerfreien Ritt für das Nationalteam zu empfehlen. Neben den renommierten Reitsportveranstaltungen sind weitere wichtige Qualifikationsorte die Weltmeisterschaft und Europameisterschaft. Am Ende des Qualifikationsmodus wird dann über die Reiter, die Deutschland aufgrund ihrer guten Qualifikationen bei Olympia vertreten dürfen, entschieden.

Einer derjenigen, der seine Leistungen beim CHI unter Beweis stellen will, um sich für die Olympischen Spiele 2016 zu empfehlen, ist Cassio Rivetti. Für den in São Paulo geborenen Springreiter gab es nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre nur ein Ziel: Seine Fähigkeiten im Sattel zu verbessern. Dafür zog er von seiner Heimat nach Belgien, um dort bei seinem Idol Nelson Pessoa trainieren zu können, wo der 35-Jährige bis 2007 tätig war. Nachdem Rivetti dann in den Stall vom ukrainischen Milliardär Oleksandr Onischenko wechselte, nahm er sogar die ukrainische Staatsbürgerschaft an, um unter dieser Flagge an den Start zu gehen. Während dieser Zeit konnte der Springreiter zahlreiche Erfolge im großen Sport verbuchen und nahm bereits an Europameisterschaften und Olympischen Spielen teil. Rivettis Plan, jüngere und unerfahrene Pferde zu trainieren, um mit ihnen in den großen Prüfungen zu starten, hat bestens funktioniert: Erst letztes Jahr nahm er an den Weltmeisterschaften in Caen (Frankreich) teil und landete in der Einzelwertung auf einem herausragenden 8. Platz. Mittlerweile gehört der Weltklasse-Springer zu den Top 50 der Welt.

Beim CHI Donaueschingen will der Ausnahmesportler die Chance nutzen, um sich für die Olympischen Spiele 2016 in seiner alten Heimat zu qualifizieren. „Dass Donaueschingen in diesem Jahr zu den Qualifikationsorten für die Olympischen Spiele gehört, ist eine ganz besondere Aufwertung der Veranstaltung und bestätigt uns in der bisher getanen Arbeit“, betont Turnierleiter Dr. Kaspar Funke stolz, „Das gibt Motivation, den Standort weiter zu etablieren.“.

Foto: Karl-Heinz Frieler

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