26-jährige Spitzenathletin und Allrounderin aus Neuss startet erstmals beim Weltcup-Finale

Das FEI Weltcup-Finale der Voltigierer kehrt zurück zum SIGNAL IDUNA Cup nach Dortmund. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr werden die weltbesten Pferdeakrobaten beim Showdown der Winter-Weltmeisterschaft vom 2. bis 5. März 2017 erneut ihre Sieger in den drei Kategorien Damen, Herren und Pas-de-Deux küren. Ihre Final-Premiere feiert Janika Derks vom RSV Neuss-Grimlinghausen, dem erfolgreichsten Voltigierverein der Welt. Die 26-jährige Physiotherapeutin ist eine echte Allrounderin und sammelte in ihrer Karriere Titel in allen Disziplinen: Weltmeisterin mit dem Team, Vize-Weltmeisterin im Pas-de-Deux – nun ist die Weltranglisten-Zweite mit ihrer Trainerin Jessica Lichtenberg in den Westfalenhallen auf der Jagd nach ihrem ersten
Titel im Einzel. VoltigierService sprach mit Derks über ihre Vorbereitung auf das Weltcup-Finale.

 

Sie haben sich in ihrer ersten Weltcup-Saison gleich für das Finale qualifiziert. Haben Sie damit gerechnet?
Nein, wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht mehr damit gerechnet, dass ich in Dortmund teilnehmen darf. In Paris bin ich auf einem fremden Pferd gestartet, auf dem ich vorher nur ein Mal trainieren konnte. In Mechelen hatten wir mit Carousso Hit ein ganz neues Pferd dabei, das Erfahrung sammeln durfte. Daher habe ich beide Male das Kür-Programm ziemlich vereinfacht und wusste von Vorneherein, dass es eher knapp wird fürs Finale. Umso mehr freut es mich jetzt,
dass es doch gereicht hat.

 

Wie sehen Ihre Pläne für Dortmund aus?
Zunächst stellt sich für uns die Frage, in welcher Konstellation wir in Dortmund antreten werden. Bella Bientje – die Stute, auf der ich die Weltmeisterschaften in Le Mans gestartet bin – ist zu unserer Erschütterung vor Kurzem sehr plötzlich an einer Kolik verstorben. Wir sind alle noch ganz erschüttert. Sie war eine unglaublich coole Socke und hätte sich von der Kulisse nicht aus der Ruhe bringen lassen.Sie wäre das perfekte Weltcup-Pferd gewesen, da bin ich mir sicher.
Gibt es Alternativen?

Meine Trainerin Jessica Lichtenberg und ich sind derzeit auf der Suche. Wir werden sicherlich eine Lösung finden. Aber in welcher Konstellation wir antreten, wissen wir tatsächlich aktuell noch nicht. Wir schauen sowohl nach internen als auch externen Lösungen.


Ist auch Carousso Hit wieder eine Option?
Er ist ja noch ein sehr junges Pferd. Dortmund wäre erst der zweite Wettkampf, das ist schon eine Hausnummer. Aber wir ziehen ihn auch mit in Betracht. Am Ende trifft Jessica die Entscheidung. Das überlasse ich ihr gern. Sie kennt mich ambesten und ich vertraue ihr da zu 100 Prozent.

Schrauben Sie die Zielstellung aufgrund der Schwierigkeiten nach unten?
Definitiv. Ich fühle mich ja schon geehrt, die Teilnahme sofort im ersten Jahr geschafft zu haben. Wir haben uns nicht das Ziel gesetzt, zu gewinnen oder unbedingt das Podest zu erreichen. Ich bin einfach froh, dass ich dabei sein und unseren Sport damit ein wenig mehr in den Vordergrund rücken kann. Aber natürlich kann es am Ende je nach Konstellation auch gut enden. Ich hatte mir auch im Team nie ein Ziel gesetzt, auch wenn es von außen schon immer einen gewissen Druck und eine hohe Erwartungshaltung gab. Ich bin mittlerweile davon weggekommen, mir Medaillenziele zu setzen. Das ist einfach besser für meinen Kopf. Ich möchte mich für Dortmund aber auf jeden Fall bestmöglichst vorbereiten und alles rausholen.


Sie haben im Team- und Pas-de-Deux-Sport schon nahezu alles erreicht. Was reizt Sie am Einzel?
Ich habe das Einzel generell weiter gemacht, weil ich diese Diszplin ausprobieren wollte. Die Saison 2016 sollte dann eigentlich erst einmal dazu dienen, um in den Rhythmus reinzukommen. Wir waren überrascht, dass es dann so lief, wie es gelaufen ist. Ich habe am Einzel genau so viel Spaß wie im Team. Allerdings ist es schon ein bisschen merkwürdig, wenn keiner von der Mannschaft da ist, um die eigenen Fehler auszubaden.


Wie sehen Sie die Entwicklung des FEI World-Cups?
Das kann ich ehrlich gesagt relativ schlecht beurteilen, da wir ja das erste Mal dabei sind. Ich finde es super, dass sich das Voltigieren mit dem Weltcup den anderen Disziplinen anpasst und der Sport dadurch mehr promotet wird. So haben wir die Möglichkeit, uns intensiver im Reitsport einbringen zu können. Es ist für uns als Amateure aber natürlich deutlich schwieriger, den ganzen Wettkampfplan mit dem „normalen Leben“ zu vereinbaren als bei den Profi-Reitern der anderen Disziplinen. Dieses Jahr war schon sehr anstrengend und ich hatte es bislang nie als unangenehm empfunden, im Winter ein bisschen mehr Pause zu haben.


Sie wollen in Dortmund zum letzten Mal mit ihrer 2016er-Kür antreten?
Es stand die Überlegung im Raum, schon mit dem neuen Programm für 2017 an den Start zu gehen. Wahrscheinlicher ist aber derzeit, dass diese Premiere erst zu Beginn der neuen Wettkampfsaison stattfinden wird. Das „alte“ Programm, in der ich eine Art modernen Gaukler interpretiere, wird also wahrscheinlich in Dortmund zum letzten Mal zu sehen sein. Darauf freue ich mich mit einem lachenden und weinenden Auge, weil es immer großen Spaß gemacht hat, in diese Rolle zu schlüpfen.


Zahlen & Fakten
Die Vorjahres-Sieger: Simone Jäiser (SUI/beendete nach Dortmund ihre Karriere), Daniel Kaiser (GER/Delitzsch), Pia
Engelberty und Torben Jacobs (GER);
erste Weltcup-Saison wurde 2011 mit dem Finale in Leipzig beendet;
Dortmund 2017 ist das siebte Finale in der Geschichte des Voltigier-Sports;
das Weltcup-Finale wurde bislang dreimal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund
2016), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
sechs Damen und Herren und vier Pas-de-Deux sind für das Finale qualifiziert;
Rekord-Teilnehmerin: Anna Cavallaro (immer dabei gewesen);
insgesamt waren 10 Athleten (von 19) aus allen drei Kategorien (Damen, Herren, Pas-de-Deux) schon 2016 in Dortmund
dabei;
die meisten Weltcup-Siege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (4), gefolgt von Frankreich und
Schweiz (jeweils 3), Italien und Österreich (jeweils 2) und Großbritannien (1).
VoltigierService.de ist Medienpartner des Weltcup-Finals der Voltigierer in Dortmund, versorgt die Fans bereits im Vorfeld
mit stets aktuellen News, Informationen und Spezial-Aktionen und bietet für alle Voltigier-Fans Tickets mit exklusiven
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(Die Daten werden an den Veranstalter weitergeleitet. Es können nur vollständig ausgefüllte Formulare bearbeitet werden.)

Zeitplan:
Donnerstag, 2. März 2017
Warm Up (freier Eintritt)


Freitag, 3. März 2017
Abendveranstaltung – 1. Umlauf Damen, Herren und Pas-de-Deux
Tra-Volta Show


Samstag, 4. März 2017
Tagesveranstaltung – Finale Damen und Pas-de-Deux
Abendveranstaltung – Tra-Volta Show


Sonntag, 5. März 2017
Tagesveranstaltung – Finale Herren


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