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Oldenburg, 2.11.2019 – “Da habe ich die richtige Entscheidung getroffen”, stellte Patrick Stühlmeyer zufrieden fest. Die Entscheidung, den zehn Jahre alten Selle Francais-Hengst Varihoka du Temple im Preis der AGRAVIS in Oldenburg einzusetzen, hat sich gelohnt - mehr als Erster kann man in einem internationalen Springen nicht werden und einen nagelneuen Mitsubishi Space Star nahm Stühlmeyer auch in Empfang. Mit dem schneeweißen Automobil kurvte der in Osnabrück aufgewachsene Springreiter fröhliche Runden in der Arena.



 

Mit dem Hengst stand Stühlmeyer 2019 bereits auf der Longlist der Europameisterschaften, der smarte Braune bescherte seinem Reiter bereits etliche fehlerfreie Runden. Stühlmeyer: “Wir waren jetzt auch in Herning Vierte im Großen Preis.” Komplimente kamen auch von den Kollegen. Der drittplatzierte Hendrik Sosath (Lemwerder), der überaus zufrieden mit seiner Stute Lady Lordana aus familieneigener Zucht war, mag Varihoka auch: “Ich finde den sehr sportlich und flink. Deswegen hatte ich auch nicht damit gerechnet, bei so schnellen Kollegen noch Dritter zu werden.” Stühlmeyers Strategie lautet nun Wechsel. Am Sonntag im Großen Preis von Oldenburg will er den Hengst Chacgrano einsetzen. 

Höchst zufrieden war auch Guido jun. Klatte aus Lastrup. Der junge Springreiter, der bereits in der Youngster-Tour mit Twilight Zweiter wurde, sprang mit Asagan M auch im Preis der AGRAVIS auf Rang zwei: “Ich hoffe er hat genug Kraft, denn er soll auch am Sonntag im Großen Preis gehen.” Insgesamt 52 Paare traten im Preis der AGRAVIS an, zwölf schafften den Sprung ins Stechen. Ganz genau besah sich auch Bundestrainer Otto Becker die Prüfung. “Hier sind sehr viele deutsche Reiter dabei, das ist eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick zu verschaffen und Absprachen zu treffen, einfach auch ein paar Gespräche zu führen”, so Becker. Immerhin ist die Hallensaison noch jung und die nächsten Starts wollen geplant werden. Das Finale der Mittleren Tour im Preis von Madeleine Winter-Schulze gewann am Vormittag Stühlmeyers Stallkollege Philip Rüping ohne Fehl und Tadel mit der Stute Chaccobel vor Jan Wernke (Holdorf) mit Queen Mary, dem dreimaligen Derbysieger André Thieme (Plau am See) mit Contadur und Johannes Ehning (Stadtlohn) mit Quintana Roo, der den Auftakt der Mittleren Tour am Freitag noch für sich entscheiden konnte.

Special-Sieg und “freier Sonntag”

Dem Sieg im Grand Prix folgte am Samstag noch ein weiterer Erfolg im Grand Prix Special. Hubertus Schmidt aus Borchen gewann mit dem Westfalen-Hengst Escolar auch den Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung. Escolar war “richtig an” - also hochmotiviert in der Arena unterwegs. “Es hat Spaß gemacht”, freute sich Schmidt, “er ist so leichtfüssig geworden, hat soviel Kraft gewonnen. Das ist für mich auch einfacher, wenn ich eher mal etwas ausbremsen muss, als ihn durch die Prüfung zu ´tragen`.” Schmidt und Escolar setzten mit 75,61 Prozent den Maßstab. Nun freut sich der Pferdewirtschaftsmeister auf den Heimweg und einen freien Sonntag mit der Familie. So ähnlich will es auch Anabel Balkenhol aus Münster handhaben. Mit der Don Frederico-Tochter FRH Davinia la Douce steigerte sich die Westfälin nochmals und wurde Zweite. Dahinter reihte sich eine Britin ein: Laura Tomlinson mit Rose of Bavaria, einer erst neun Jahre alten Bordeaux-Tochter. “Sie ist manchmal ein bisschen übereifrig, ihr fehlt noch etwas die Kraft und sie ist hier ihren ersten internationalen Grand Prix gegangen”, so Tomlinson, “wir waren vorher nur einmal in England zum Turnier und sind dann hierher.” Die schmucke Rappstute war früher in Bayern zuhause. Dort entdeckte die Reiterin die Stute und erwarb Rose. Laura Tomlinson schlüpft am Sonntag in die Rolle der Trainerin, denn dann stellt Bereiterin Lara Butler Kristjan in der Grand Prix Kür vor. Bereits im vergangenen Jahr war Butler mit dem Wallach aus der Zucht der Familie Bechtolsheimer erfolgreich. “Meine Mutter ist gestern deutlich gewachsen, als Lara und Kristjan Zweite geworden sind”, lachte Laura Tomlinson. Ein selbst gezogenes Pferd im internationalen Sport - das sei einfach immer noch aufregender, als alles andere…. 

 

 

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